Bring in Weight

— a critique on populism

Info & Concept
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Berlin,                      Dec. 2019
Maribor,                    Feb. 2020
München,                Aug. 2020
Zürich,                     Apr.  2022
participants


Curatorial Course
2021/2022
 


CV Harm Lux




Mark

Jernej Kaluža + Robert Bobnič





Foto: Ralf Homann 2022


Sonic Essay on Populism: How does Slovenia sound like?

DEUTSCH

In unserem klanglichen Essay, einer fragmentarischen Kombination aus Klängen und Gedanken versuchen wir das aktuelle gesellschaftliche Klima in Slowenien zu skizzieren. Unter Verwendung der populärsten Klänge, mit Schwerpunkt auf Folk-Pop-Klängen, werden wir den aktuellen "Geisteszustand" skizzieren und die jüngste historische Entwicklung darstellen, die uns dorthin gebracht hat, wo wir jetzt sind.

Das Ende Jugoslawiens und das Entstehen der Nationalstaaten in den 90er Jahren waren von bedeutenden Veränderungen in der Popkultur begleitet. In der Balkanregion war das bekannteste Folk-Pop-Genre, das in dieser Zeit aufkam, der Turbo-Folk, während in Slowenien ein ganz anderes, eindeutig nicht-balkanisches Folk-Pop-Genre entstand.

Diese Musikrichtungen zeichnen sich durch die Bekräftigung der regionalen Volkstraditionen, der ländlichen Mentalität und der patriotischen Werte aus. Aus diesem Grund bringen viele dies mit dem Gespenst des Ethnonationalismus in Verbindung, das Osteuropa auch heute noch heimsucht, während andere es als unschuldigen Ausdruck der aktuellen Geisteshaltung in der Region betrachten. Auch wenn wir in einem kurzen klanglichen Essay keine Antwort auf eine so tiefgreifende Frage geben können, wollen wir das Publikum zumindest in die Welt der Klänge entführen, die in unserer Region am beliebtesten (populistischsten?) sind.


ENGLISH

In our sonic essay, a fragmented combination of sounds and thoughts, we will try to sketch the current social climate in Slovenia. Using popular sounds, with a special focus on folk-pop sounds, outlining so the current “state of mind” and present recent historic development that brought us where we are.

The end of Yugoslavia and the emergence of national states in the 90s in the Balkan were accompanied by significant changes in pop-culture. In the Balkan region in general, the most notorious folk-pop genre that emerged in that period was turbo-folk, while in Slovenia quite different, distinctively non-Balkan folk-pop appeared.

Those genres are characterized by the affirmation of regional folk traditions, rural mentality, and patriotic values. For this reason, many connect this with the ghost of ethnonationalism, which still haunts Eastern Europe today, while others see it as an innocent expression of the current state of mind in the region. Even if we cannot give an answer to such a deep question in a short sonic essay, we at least aim to take the audience into the world of the sounds, that are the most popular (populistic?) in our region.